Yeehaw in Tirol: Unser Zeltlager 2026

Cowboy-Hüte auf, Pferde satteln und ab nach Tirol: In diesem Sommer führte uns das gemeinsame Zeltlager der DPSG Lorsch und PSG Lorsch für zehn Tage auf den Zeltplatz des Tiroler Pfadfinderzentrums bei Igls. Unter dem Motto „Wilder Westen“ erwarteten uns dort jede Menge Abenteuer, kreative Workshops, Ausflüge und natürlich einige Überraschungen.

Zwischen Bergen, Jurten und Lagerfeuer wurde unser Zeltplatz für zehn Tage zu einer kleinen Westernstadt – und die sollte schon bald von einer geheimnisvollen Bande heimgesucht werden.

Willkommen im Wilden Westen

Zu Beginn hieß es zunächst: Lager aufbauen und einrichten. Neben den Zelten entstanden die traditionellen Lagerbauten. Ein Lagertor begrüßte fortan alle Besucherinnen und Besucher, das schwarze Brett informierte über Neuigkeiten und auch die Geschirrbeutel bekamen ihren eigenen Ständer.

Doch offenbar hatten wir damit nicht nur unsere eigene kleine Westernstadt aufgebaut, sondern auch die Aufmerksamkeit der „Rattlesnakes“ auf uns gezogen. Die geheimnisvolle Bande begann schon bald, nachts ihr Unwesen zu treiben.

Mal verschwand unser Banner, mal wurden Schuhe in den Zelten vertauscht und ein anderes Mal waren plötzlich die Geschirrbeutel verschwunden. Doch die Rattlesnakes hatten ihre Rechnung ohne unsere Wölflinge gemacht: Bei einer Nachtwache gelang es ihnen schließlich, den Bandenanführer zu schnappen.

Bei der anschließenden traditionellen Gerichtsverhandlung wurde schließlich mit der ganzen Bande abgerechnet. Das Urteil: eine ordentliche Ladung „Kuhmist“ am Pranger.

Kreativ zwischen Sheriff-Stern und Sonnenlicht

Neben der Jagd auf die Rattlesnakes blieb natürlich genügend Zeit für zahlreiche Workshops. Passend zum Motto entstanden unter anderem Sheriff-Sterne und selbst gestaltete Bandanas. Außerdem wurden Freundschaftsbändchen und Perlenketten geknüpft und Postkarten bemalt.

Letztere konnten in diesem Jahr direkt im Lager verschickt werden. Über eine eigene Lagerpost fanden Grüße und kleine Nachrichten ihren Weg zu anderen Lagerteilnehmenden.

Ein besonderes Highlight war der Cyanotypie-Workshop. Mit Blättern, Blumen, verschiedenen Formen und der Kraft der Sonne entstanden dabei individuelle Bilder in den charakteristischen Blautönen des historischen fotografischen Verfahrens.

Unterwegs in Tirol

Natürlich wollten wir nicht nur unseren Zeltplatz kennenlernen. Bei verschiedenen Ausflügen ging es deshalb hinaus in die Tiroler Umgebung. Nachmittage am See sorgten für die nötige Abkühlung, während ein Ausflug nach Innsbruck Gelegenheit bot, die Tiroler Landeshauptstadt zu erkunden.

Ein fester Bestandteil des Zeltlagers waren außerdem wieder unsere Haijk-Tage. In kleinen Gruppen ging es auf eigene Faust los, um die Umgebung zu erkunden und für eine Nacht einen Schlafplatz abseits des Zeltplatzes zu finden.

Mit dem Nötigsten im Gepäck wurden dabei nicht nur einige Kilometer zurückgelegt, sondern vor allem viele gemeinsame Erlebnisse gesammelt – ganz so, wie es zu einem richtigen Pfadfinderlager gehört.

Cowboys und Cowgirls auf Bewährungsprobe

Beim großen Geländespiel zeigte sich schließlich, wer das Zeug für ein Leben im Wilden Westen hat. An verschiedenen Stationen konnten sich die Gruppenkinder in klassischen – und manchmal etwas weniger klassischen – Cowboy-Disziplinen versuchen.

Beim Dosenschießen mit Wasserpistolen, Hufeisenwerfen und auf dem Hobbyhorsing-Parcours waren Geschicklichkeit, Schnelligkeit und eine gute Portion Teamgeist gefragt.

Am Ende hatten alle genügend Fertigkeiten gesammelt, um sich auch im Lorscher Wilden Westen behaupten zu können.

Freundschaften für die Ewigkeit

Zum Ende des Lagers wurde es noch einmal feierlich. Bei einer ganz besonderen „Blutsgeschwister“-Zeremonie konnten alte und neue Lagerfreundschaften vor den Sheriff treten und sich gegenseitig lebenslange Treue schwören.

Statt eines klassischen Handschlags wurde das Versprechen allerdings auf ganz eigene Western-Art besiegelt: mit einer gemeinsam geteilten Gewürzgurke.

So wurden aus zehn gemeinsamen Tagen für manche Freundschaften, die hoffentlich noch deutlich länger halten.

Kinder gegen Leiter – der bunte Abend

Den traditionellen Abschluss bildete auch in diesem Jahr der bunte Abend. Dabei traten Gruppenkinder und Leiterinnen und Leiter in verschiedenen Spielen und Challenges gegeneinander an.

Beim Montagsmaler, bei „Auf dem Tisch des Hauses“ und weiteren Aufgaben waren Kreativität, Wissen und Teamarbeit gefragt. Auch körperlich wurde es anspruchsvoll: 15 Personen sollten sich so übereinanderstapeln, dass möglichst wenige Füße den Boden berührten. Das Ergebnis konnte sich auf beiden Seiten sehen lassen – jeweils nur fünf Füße blieben am Boden.

Zwischen den Spielen sorgten die einzelnen Gruppen mit vorbereiteten Liedern, Quizrunden und kleinen Vorführungen für ein abwechslungsreiches Programm und einen gelungenen letzten gemeinsamen Abend.

Zehn Tage voller Abenteuer

Nach zehn Tagen hieß es schließlich wieder Zelte abbauen, Material zusammenpacken und Abschied von Tirol nehmen. Hinter uns lagen ereignisreiche Tage voller Gemeinschaft, neuer Erfahrungen und Geschichten, die sicherlich noch bei einigen kommenden Lagerfeuern erzählt werden.

Das gemeinsame Zeltlager von DPSG und PSG zeigte einmal mehr, was Pfadfindersein ausmacht: gemeinsam unterwegs sein, Verantwortung übernehmen, Neues ausprobieren und dabei jede Menge Spaß haben.

Und auch wenn unsere kleine Westernstadt bei Igls inzwischen wieder verschwunden ist, bleibt uns die Erinnerung an zehn besondere Tage.

Wir sagen Danke an alle, die das Zeltlager vorbereitet, begleitet und möglich gemacht haben – und freuen uns mit einem kräftigen „Yeehaw!“ schon auf das nächste gemeinsame Abenteuer.

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